Category archives: Portrait

Albanisches Fruehstueck mit Petro

Einladung zum Albanischen Frühstück

Petro kocht auf dem alten Holzherd typischen Albanischen Kaffee (Türkischen Kaffee). Tief schwarz, sämig, leicht gesüßt und extrem heiß. Beim Versuch einen ersten Schluck zu nehmen, verbrennen wir uns alle an der kleine Goldrandtasse mit Blumendekor die Unterlippe. Zur Kühlung und Vervollständigung des Albanischen Frühstücks schenkt uns Petro auf Geheiß seines Vaters ein Glas Raki ein. Ablehnen zwecklos.

Seine Mutter bedeutet uns, dass sie dank diesem Morgenritual gesund und munter ist. Wir glauben Ihr und legen den Plan ad Acta die Südrampe von Theth nach Shkodra hinunter zu versuchen. Stattdessen nippen wir wie befohlen am Raki, unter dem in Albanien meist der Traubenschnaps Raki rrushi mit einem Alkoholgehalt von 70 bis 80 Volumenprozent verstanden wird. Continue reading →

Bosnien Ramsko Jezero Camping

Mit Händen und Füßen am Stausee Ramsko Jezero

Als wir aus den Bergen ins Tal hinunter fahren, trauen wir unseren Augen nicht. Vor uns breitet sich der Stausee Ramsko Jezero aus. Wir fühlen uns magisch angezogen. Eine kleine, scheinbar auf dem Wasser, schwebende Straße führt von der Landseite in einem sanften Bogen zur größten mittig gelegenen Insel. Wir sind neugierig. Die Gegend Prozor-Rama ist spärlich bewohnt. Das eine oder andere Haus frisch verputzt und gestrichen, andere wiederum sind deutlich in die Jahre gekommen und sind Zeugen einer bewegten Vergangenheit. Wir werden auf eine frisch gemähte Wiese direkt am Seeufer aufmerksam. Ein Camper mit Schweizer Kennzeichen steht bereits dort.

Kaum sind wir aus dem Auto gestiegen, ergießt sich ein Schwall bosnischer Worte über uns. Die groß gewachsene Frau freut sich sichtlich uns und Antonia zu sehen. Zur besseren Verständigung ruft sie ihre Tochter Thea herbei. Thea begrüßt uns in vorsichtigem Englisch und bittet uns ihr zu folgen. Zwei Zimmer mit Gemeinschaftsküche sind noch frei, das Apartment bereits an Koreaner vergeben. Selbstverständlich ginge Zelten auch. Genau das wollten wir hören.

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Keramik aus Holzbrannt

Ein natürlich buntes Leben

Seine Augen strahlen uns an, wenn Gerald, Jahrgang 1972, über seine Arbeit spricht. Im Gegensatz zur Familientradition des Lehrers stand für Ihn immer fest, dass er ein Handwerk erlernen wird. In der engeren Auswahl waren klassische Handwerksberufe wie Schreiner, Koch und Goldschmied. Doch in der direkten Umgebung zum Wohnort in der südlichen Steiermark in Österreich kurz vor der Slowenischen Grenze, wurde keiner dieser Berufe ausgebildet. Deshalb machte er die Keramiklehre in Bad Rakersburg und legte die Meisterprüfung 1995 in Graz ab. Stammkunden hat er weit über die Landesgrenzen hinaus. Sie sind richtige Keramik Liebhaber. Sie schätzen seine unverwechselbare Technik und Handwerkskunst, denn die Wieser Keramik ist im selbstgebauten Holzofen bei 1300 Grad gebrannt. Jahrelange Erfahrung mit dem Holzbrand machen seine Tassen, Teller, Brotdosen, Töpfe und Schalen besonders haltbar. Doch nicht nur der Holzbrand auch seine Naturfarben sind einzigartig. Asche-, Kupferrot- und Feldspatglasuren mischt und produziert Gerhard selbst. Continue reading →